Matratzen Härtegrad Rechner
Der Rechner schlägt dir einen Härtegrad vor. Er braucht dafür dein Körpergewicht in Kilogramm und deine Körpergröße in Zentimetern. Beides zusammen ergibt den Wert, an dem sich die Hersteller orientieren, wenn sie H1 bis H5 vergeben. Der Vorschlag ist ein Ausgangspunkt, keine Messung, denn eine verbindliche Norm für diese Buchstaben gibt es nicht.
Matratzen Härtegrad Rechner
Das ermittelte Ergebnis verlinkt direkt zu einer für dich idealen Matratzenempfehlung.
So benutzt du den Rechner
Trage dein Gewicht in Kilogramm und deine Größe in Zentimetern ein. Der Rechner gibt daraufhin einen Härtegrad oder einen Bereich aus, etwa H2 oder H2 bis H3. Ein Bereich heißt, dass beide Werte in Frage kommen und die Schlafposition entscheidet.
Schläfst du überwiegend auf der Seite, nimm den weicheren der beiden Werte, damit Schulter und Hüfte einsinken können. Auf dem Rücken oder dem Bauch nimm den härteren, sonst hängt das Becken durch.
- Körpergewicht in Kilogramm
- Körpergröße in Zentimetern
- Bei einem Bereich entscheidet die Schlafposition
Woher die Empfehlung kommt
Die gängige Einteilung orientiert sich am Körpergewicht: H2 deckt grob 60 bis 80 Kilogramm ab, H3 rund 80 bis 100, H4 darüber, H1 und H5 sind Randfälle. Die Körpergröße korrigiert das, weil sich dasselbe Gewicht bei 1,90 Meter auf mehr Fläche verteilt als bei 1,60 Meter.
Beispiel: 78 Kilogramm bei 1,72 Meter liegen im oberen Bereich von H2. Dieselben 78 Kilogramm bei 1,90 Meter verteilen sich weiter, der Druck je Quadratzentimeter sinkt, und H2 ist die klarere Wahl. Bei 1,60 Meter kippt es Richtung H3.
Typische Fehler
Der erste Fehler ist, den Buchstaben zwischen Herstellern zu übertragen. Wer bisher auf H3 gut lag, bestellt bei einer anderen Marke nicht blind wieder H3, sondern rechnet neu.
Der zweite ist, den Härtegrad allein zu betrachten. Wie lange eine Matratze hält, hängt am Raumgewicht des Schaums und nicht am Härtegrad. Beides ist voneinander unabhängig, eine harte Matratze kann kurzlebig sein. Was die Zahlen bedeuten, steht bei Raumgewicht und Stauchhärte.
Der dritte betrifft Paare mit unterschiedlichem Gewicht. Zwei Menschen mit 55 und 95 Kilogramm brauchen zwei Härtegrade, nicht einen Kompromiss in der Mitte. Zwei Einzelmatratzen nebeneinander lösen das, eine durchgehende nicht.
Was der Rechner nicht weiß
Gewicht und Größe sind die zwei Angaben, die sich rechnen lassen. Drei weitere entscheiden mit und stehen in keinem Rechner. Die erste ist der Unterbau: Derselbe Kern fühlt sich auf einem starren Lattenrost härter an als auf einem federnden mit verstellbaren Zonen. Wer den Rost seit zehn Jahren hat, tauscht ihn eher als die Matratze.
Die zweite ist der Topper. Eine Auflage von fünf bis sieben Zentimetern verändert das Liegegefühl deutlich und macht eine zu harte Matratze weicher, aber nicht umgekehrt. Wer zwischen zwei Härtegraden steht und ohnehin einen Topper nutzt, greift zum härteren.
Die dritte ist die Körperform. Zwei Menschen mit demselben Gewicht können sehr unterschiedlich gebaut sein. Breite Schultern bei schmaler Taille brauchen mehr Nachgiebigkeit in der Schulterzone als ein gleichmäßig gebauter Körper, und das ist eine Frage der Zonierung und nicht des Härtegrads.
Warum die erste Nacht nichts beweist
Der Körper gewöhnt sich an die Matratze, auf der er lange gelegen hat. Nach einem Wechsel fühlt sich die neue erst einmal falsch an, auch wenn der Härtegrad passt. Übliche Angaben der Hersteller nennen zwei bis vier Wochen, bis sich das einspielt.
Praktisch heißt das: Der Rechner gibt dir den Ausgangswert, die Entscheidung fällt erst nach einigen Wochen. Anbieter mit langen Rückgabefristen sind deshalb bei Matratzen mehr wert als bei den meisten anderen Produkten. Wer nach drei Nächten zurückschickt, hat zu früh entschieden. Wer dagegen nach acht Wochen noch mit Rückenschmerzen aufwacht, hat die Antwort und sollte den Härtegrad wechseln.
Mehr zum Härtegrad
Wie die Skala zustande kommt, warum sie zwischen Anbietern auseinandergeht und welche Rolle die Schlafposition spielt, steht ausführlich beim Matratzen Härtegrad.
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Quellen
- Übliche Zuordnung von Körpergewicht zu Härtegrad nach Herstellerangaben, Stand 06.09.2026: H2 rund 60 bis 80 Kilogramm, H3 rund 80 bis 100 Kilogramm.
- Zur fehlenden Normung von H1 bis H5: keine gesetzliche Definition und keine vergebende Prüfstelle, Stand 06.09.2026.
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