Stromverbrauch und Stromkosten berechnen
Der Rechner sagt dir, was ein Gerät im Betrieb kostet. Er braucht drei Angaben: die Leistung in Watt, die tägliche Laufzeit in Stunden und deinen Strompreis in Cent je Kilowattstunde. Die Leistung steht auf dem Typenschild oder im Datenblatt, den Strompreis findest du auf der letzten Jahresabrechnung.
Stromkostenrechner
Verbrauch:
WattBetriebsdauer:
StundenPreis/kWh:
EuroEuro / Stunde
Euro / Tag
Euro / Monat
Euro / Jahr
So benutzt du den Rechner
Trage die Wattzahl ein, dann die Stunden je Tag, dann den Preis je Kilowattstunde. Das Ergebnis erscheint als Betrag je Tag, Monat und Jahr.
Bei Geräten, die nicht durchlaufen, rechnest du mit der tatsächlichen Nutzung. Eine Heizung für ein Wasserbett läuft nicht 24 Stunden, sondern taktet. Wer den ganzen Tag einträgt, bekommt eine Zahl, die zu hoch ist.
- Leistung in Watt vom Typenschild
- Tägliche Laufzeit in Stunden, real und nicht maximal
- Strompreis in Cent je Kilowattstunde aus der Abrechnung
Der Rechenweg mit Beispiel
Watt mal Stunden ergibt Wattstunden, geteilt durch 1.000 ergibt Kilowattstunden. Diese Zahl mal dem Preis je Kilowattstunde ergibt die Kosten.
Beispiel: Eine Wasserbettheizung mit 240 Watt, die im Mittel vier Stunden am Tag heizt, verbraucht 960 Wattstunden, also 0,96 Kilowattstunden je Tag. Über ein Jahr sind das rund 350 Kilowattstunden. Was das kostet, hängt an deinem Tarif, deshalb steht der Preis im Rechner und nicht in diesem Text.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist die Maximalleistung statt der mittleren. Auf dem Typenschild steht, was das Gerät bei voller Last zieht. Ein Motor, der nur beim Verstellen läuft, erreicht diesen Wert für Sekunden.
Der zweite ist die Verwechslung von Watt und Kilowatt. 2.000 Watt sind zwei Kilowatt. Wer 2.000 einträgt, wo der Rechner Kilowatt erwartet, liegt um das Tausendfache daneben.
Der dritte ist der Strompreis aus dem Kopf. Tarife unterscheiden sich deutlich, und ein geschätzter Preis macht das Ergebnis wertlos. Die Zahl steht auf der Jahresabrechnung.
- Mittlere Leistung nehmen, nicht die Spitze
- Einheit prüfen, Watt oder Kilowatt
- Strompreis aus der Abrechnung, nicht geschätzt
Wo die Wattzahl steht
Bei fest verbauten Geräten steht die Leistungsaufnahme auf einem Aufkleber an der Rückseite oder an der Unterseite, meist zusammen mit Spannung und Frequenz. Angegeben ist dort die maximale Aufnahme, nicht der Mittelwert im Betrieb.
Bei Netzteilen steht die Zahl auf dem Stecker, dort allerdings oft als Ausgangsleistung in Volt und Ampere. Volt mal Ampere ergibt Watt: Ein Netzteil mit 12 Volt und 2 Ampere liefert 24 Watt. Was es aus der Steckdose zieht, liegt etwas darüber, weil die Umwandlung Verluste hat.
Wenn keine Angabe auffindbar ist, hilft nur ein Messsteckdosengerät. Es zeigt die tatsächliche Aufnahme über die Zeit und ist bei taktenden Geräten wie Heizungen die einzige Methode, die einen brauchbaren Mittelwert liefert.
Geräte, die nicht durchlaufen
Heizungen, Kühlgeräte und Pumpen laufen nicht dauerhaft, sondern schalten sich ein und aus. Für den Rechner brauchst du deshalb nicht die Betriebsdauer, sondern die Summe der Einschaltzeiten. Eine Wasserbettheizung, die rund um die Uhr angeschlossen ist, heizt je nach Raumtemperatur nur wenige Stunden am Tag.
Der praktikable Weg führt über die Jahresrechnung statt über die Schätzung: Trage einmal 24 Stunden ein, um die Obergrenze zu sehen, und einmal deinen geschätzten Wert. Zwischen den beiden Zahlen liegt der reale Verbrauch, und oft reicht diese Spanne schon für die Entscheidung, ob sich ein Austausch lohnt.
Wofür sich die Rechnung lohnt
Interessant wird der Rechner bei Geräten, die dauerhaft laufen. Ein Wasserbett gehört dazu, weil die Heizung das ganze Jahr arbeitet und der Verbrauch von der Raumtemperatur abhängt.
Bei elektrisch verstellbaren Möbeln ist es umgekehrt: Der Motor eines Fernsehsessels läuft nur beim Verstellen und fällt kaum ins Gewicht. Hier lohnt eher der Blick auf den Bereitschaftsbetrieb, denn das Netzteil bleibt in der Steckdose, auch wenn der Sessel wochenlang nicht verstellt wird. Dasselbe gilt für beleuchtete Möbel und für alles, was eine Fernbedienung hat: Der Empfänger muss dauerhaft lauschen und zieht dafür Strom.
Quellen
- Rechenweg: Leistung in Watt mal Laufzeit in Stunden, geteilt durch 1.000 ergibt Kilowattstunden, multipliziert mit dem Preis je Kilowattstunde.
- Beispielwerte aus Herstellerangaben zu Wasserbettheizungen, Stand 06.09.2026: Leistungsaufnahme im Bereich von 240 Watt.
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